Update: Sozialversicherung 2018 – Teil 3

Meldepflichten

  • Sowohl für juristische als auch natürliche Personen ist die Meldung nur mittels DFÜ zulässig.
  • Meldungen in Papierform gelten als nicht eingebracht.
  • Ausnehmen bestehen  nur für natürliche Personen von Privathaushalten, sofern die Übermittlung mittels DFÜ unzumutbar ist oder aufgrund eines nicht selbstverschuldeten technischen Gebrechens nicht möglich war.

Auslösungsabgabe und Bonus/Malus System

  • Bei Ende von AV-pflichtigen (freien) DV  nach dem 31.12.2012 hat der Dienstgeber eine Abgabe von € 128 zu entrichten.
  • Bei Arbeitnehmern die dem BUAG unteliegen fällt die Auflösungsabgabe nicht an.
  • Bei Abmeldung des Dienstnehmers ist anzugeben ob die Auflösungsabgabe anfällt.
  • Sie ist im Monat der Beendigung gemeinsam mit den SV-Beiträgen an die Krankenkasse abzuführen.
  • Die Auflösungsabgabe läuft mit 2020 aus.
  • Die Vorgabewerte bzgl. des Bonus/Malus Systems wurden für 2018 erreicht, sodaß dieses für Unternehmen mit mindestens 25 DN nicht in Kraft tritt.

Wiedereingliederungsteilzeit und Wiedereingliederungsgeld

  • Ein DN kann nach einem mindestens 6-wöchigen ununterbrochenen Krankenstand mit dem Arbeitgeber schriftlich eine Herabsetzung der Arbeitszeit vereinbaren. Die Herabsetzung muss mind. 1/4 betragen. Darf jedoch max. 50% betragen. Die Herabsetzung der Arbeitszeit muss mindestens 1 Monat betrag. Maximal sind 6 Monate möglich. Eine einmalige Verlängerung um 3 Monate ist jedoch möglich.
  • Während der Wiedereingliederungsteilzeit darf die vereinbarte wöchtenliche NAZ 12 Stunden nicht unterschreiten und das Entgelt muss im Kalendermonat über der Geringfügigkeitsgrenze liegen.
  • Während der Wiedereingliederungsteilzeit hat der DN Anspruch auf das aliquote Entgelt. Als Ausgleich erhält der DN ein Wiedereingliederungsentgelt von der Krankenkasse.
  • Das Wiedereingliederungsentgelt gebührt in Höhe des erhöhten Krankengeldes und ist gem. der wöchtlichen NAZ zu aliquotieren.
  • Der Dienstnehmer hat den Beitrag zum BMSVG auf Basis der Herabsetzung zu entrichten.

Angleichung Arbeiter / Angestellte

  • Das System des EFZG im Krankheitsfall bei Angestellten wird mit 01.07.2018 an das der Arbeiter angepasst.
  • Damit entfallen die Regelungen für Erst- und Folgeerkrankung auch für Angestellte pro Arbeitsjahr. Eine Umstellung auf das Kalanderjahr ist möglich, jedoch bedarf es dazu einer Betriebsvereinbarung.
  • Die Hälfteregelung wird an die der Arbeiter angepasst.
  • Für Arbeiter und Angestellte gilt ein Anspruch von 8 Wochen voller Entgeltforzahlung bereits nach 1 Dienstjahr.
  • Bei einvernehmlicher Lösung während des Krankenstandes und bei einvernehmlicher auflösung auf Grund des bevorstehenden Krankenstandes  läuft die EFZG-Verpflichtung des Arbeitgebers über das Ende des DV hiaus, bis der Anspruch ausgeschöpft ist oder die Genesung des Dienstnehmers eintritt.
  • Bei Leherlingen wird mi 01.07.2018 der Anspruch auf EFZG auf 8 Wochen Vollentgelt und 4 Wochen Teilentgelt erhöht.
  • Die Entgeltfortzahlung bei Arbeitern bei Vorliegen von Dienstverhinderungsgründen kann am 01.07.2018 durch den KV nicht mehr eingeschränkt werden.
  • Die Kündigungsfristen der Arbeiter werden ab 2021an jene der Angestellten angepaßt. Dies betrifft auch die Quartalskündigungen. Die abweichenden Kündigungsfristen in demn KV’s verlieren damit ihre Gültigkeit.

Erstattung der Entgeltforzahlung

  • Ab 01.07.2018 werdne Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten 75% des fortgezahlten Entgelts erstattet. Die Zuschüsse gebühren bei Krankheit ab dem 11. Tag und bei Unfall ab dem 1. Tag.

Beschäftigungsbonus

  • Österreichische Unternehmen, die im Inland zusätzliche Arbeitsplätze schaffen können ab 01.07.2017 einen Zuschuss von 50% der LNK für die Dauer von max. 3 Jahren erhalten. Darunter fallen neben den SV-Beiträgen auch die Beiträge zum BV, DB, DZ und KommSt.

Jedoch sind daran einige Bedingungen geknüpft:

  • Vollversicherungspflicht.
  • DV muss ununterbrochen für zumindest 4 Monate bestehen.
  • Das Arbeitsverhältnis muss der KommSt-Pflicht unterliegen.
  • Das Arbeitsverhältnis muss dem inländischen Arbeits- und SV-Recht unterliegen.
  • Die Arbeitsplätz sind mit förderungsfähigen Personen zu besetzen.
  • Förderungsfähige Personen sind solche die arbeitslos gemeldet waren, Jobwechsler oder an einer gesetzlich geregelten Ausbildung teilgenommen haben.
  • Lehrlinge, Leiharbeiter, neu aus dem Ausland zugewanderte Personen und Mitarbeiter von Start-Up-Unternehmen zählen nicht zum Kreis der förderungsfähigen Personen.
  • Die Abwicklung der Förderung wurd der Austria Wirtschaftsservice GmbH übertragen.